28.01.18 Sandhausen

Die Vorbereitungen auf dieses Auswärtsspiel begannen bereits einige Tage vorher. Für uns war Sandhausen dieses Jahr etwas ganz besonderes, weil wir dort zum ersten mal offensiv (und man kann fast sagen massiv) auf unsere LENNYARMY-Idee aufmerksam machen wollten.

Unter der Woche wurde noch hektisch geschnippelt, genäht, gedruckt und gemalt, damit auch ja alles noch rechtzeitig fertig wird.
Wäre das nicht kurz vor knapp der Fall gewesen, wäre es nicht EXIL53!

Schon der Samstag war nicht alltäglich.
Im Laufe des Nachmittages / frühen Abends fand sich ein großer Teil unserer liebenswerten Horde im beschaulichen Schramberg im Schwarzwald ein.
Warum?

Unser Geißi (seines Zeichens Sänger der Band mit dem anmutig klingenden Namen LAMMKOTZE) gab an diesem Abend ein UNPLUGGED Konzert mit seiner Combo in oben genannter Metropole.
Also alle schnell noch was gefuttert und dann ab ins Zodiak (Musik-Kneipe).
Den ganzen Abend über hatten wir eine grandiose Stimmung und auch der Schwarzwald durfte wieder einmal hören „HURRA HURRA, DIE DRESDNER DIE SIND DA!!!“

Sonntag Morgen 8:00 Uhr
Nach und nach fanden sich die Mitglieder der Reisegruppe im Frühstücksraum des GASTHAUS WELSCHDORF ein.
Da der eine oder andere am Abend zuvor ja nun doch ein (oder vielleicht auch zw…. viele) alkoholische Getränke zu sich genommen hatte, waren nicht alle Gesichter knitterfrei.
Nach dem Frühstück noch schnell ein Foto und dann die Verabschiedung von den herzlichen Wirtsleuten Diana und Olli.

Schon bei der Abfahrt war zu erahnen, dass das alles andere als ein gemütlicher Tag wird (mal rein wettertechnisch gesehen). Es war arschkalt!
Zum Glück hatten wir (fast) ausreichend grüne Aufwärm-Medizin im Gepäck.
Noch gut gelaunt trotzten wir der Kälte auf dem Gästeparkplatz, schlürften so manche Hopfenkaltschale und begrüßten die nachgereisten Exilantinnen und Exilanten.

Darunter befanden sich seit langer Zeit mal wieder „neu zu uns gestoßene“. Da man sich natürlich angeregt unterhalten hat, genossen wir das Verweilen auf dem luftigen Parkplatz noch ein wenig.

Uns allen war aber immer noch bewusst, dass wir wichtige Aufgaben zu erledigen hatten. Also kurz nochmal Einsatzbesprechung.
Den Gebrauch der Spendendose erprobten wir am freundlichen Getränkehändler, der uns zuvor schon ettliche 3,- (DREI!!!) Euro-Biere verkaufen durfte.
(Irgendwie bekommen wir es nie auf die Reihe, dass genug Vorräte eingepackt werden)
Auf dem Weg zur immer noch beeindruckenden Arena mussten wir feststellen, dass Bullen eigentlich doch nur arme Schweine sind (darf man das so schreiben? falls nicht, mache ich schon jetzt von meinem „Ich nehme alles zurück Recht“ Gebrauch).
Naja jedenfalls hatten die natürlich kein Geld dabei, als sie von uns mit der Spendendose in der Hand um ein bisschen Klimpergeld gebeten wurden…
Müssen wir vielleicht mal mit Angie reden, damit sie mehr Taschengeld bekommen, wenn schon alle die gleichen Klamotten tragen müssen…

Thema Spendendose….
Die netten Sicherheitskräfte am Einlass (und das ist sogar mal ernst gemeint, weil die wirklich nett waren) fanden so großen Gefallen an dem Blechgefäß, dass sie sie gerne bis Spielende behalten hätten.
Zunächst stimmten wir unwissend zu.
Als allerdings Supp und die UD davon erfuhren, war dieses wichtige Utensil (natürlich ohne jegliche Ausschreitungen – und auch das meine ich ernst) wieder in unseren Händen.

Das Spiel…. naja. Haben die meisten sicher gesehen und es war wie immer in Sandhausen das Eintrittsgeld eigentlich nicht wert.
Nichts wert sind in diesem Stadion leider auch immer wieder Bier und Wurscht (wir denken darüber nach, eine Ranking Tabelle für Bier und Stadion-Wurst hier einzuführen).

Aber dann: UNSERE Mädels!!! 
Haben sich die Dose geschnappt und wir brauchten gar nicht erst versuchen, eine Diskussion zu beginnen, weil ja eigentlich aus Sicherheitsgründen auch vielleicht ein Typ hätte mitlaufen können…
Einmal kreuz und quer durch den Block marschiert und am Ende war die Dose so voll, dass man Scheine nicht mal mehr mit Gewalt hinein drücken konnte.
WOW!!! Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal bei all den spendablen Dynamos bedanken!!!
Der Ausgang des Spieles war ärgerlich, hat aber für uns in diesem Fall wirklich nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
Ab zum Parkplatz, Gruppenfoto, ausgiebige Verabschiedung (ja, das dauert bei uns immer sehr sehr lange, weil eigentlich niemand so richtig wahr haben will, dass auch dieses Familientreffen schon wieder vorbei ist) und dann ab in die Karren und heeme…


Dann war da noch unser Spruchband, dessen Botschaft hoffentlich auch bei LENNY angekommen ist.
Denn das gesamte Wochenende stand bei uns unter dem Motto:
KÄMPFE, KLEINER LÖWE!!!!!